Die Geschichte des Ortes - Meckenbach! Ein Dorf in Rheinland Pfalz

Luftbild Meckenbach
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Unser  Dorf
 
wird in alten Unterlagen selten erwähnt. Wie ein Meckenbacher Pfarrer im Kirchenbuch ausführt liegt die Ableitung des Namens völlig im Dunkeln.
Vermutlich handelte es sich um eine Siedlung am Bach des "Macko".
Die noch gegenwärtigen Ortsbezeichnungen "Hofhaus und Hofacker lassen vermuten, daß das Tal schon früh mit einigen Gehöften besiedelt gewesen war. Im Jahre 1969/70 wurden bei Baggerarbeiten in der Kiesgrube vor dem Dorfeingang im hochgelegenen Distrikt "Schmidts Eich" quadratische Steinurnen gefunden, wie sie auch das Kreuznacher Heimatmuseum besitzt.
Sie stammen aus einem der 36 Hügelgräber. Die Steinurnen, die nach Ansicht Karoline Cauers bei Bestattungen der Römer benutzt wurden, gelten als Beweis, daß die ,,Meckenbacher Schmelze" bereits in der Römerzeit existierte. Außerdem wurden Kupferschlacken freigelegt und Zugänge zu ehemaligen Kupferstollen gefunden. Lange vor den Römern und Germanen, vor unserer Zeitrechnung, in der Bronze- und Eisenzeit (La-Tene-Zeit) besaßen auch die links und rechts des Rheins beheimateten Kelten bereits Fertigkeiten im Schmelzen von Kupfer- und Eisenerzen. Das spricht dafür daß bereits in der Keltenzeit eine Siedlung existiert hat.
Im Jahre 451 wurden die aus Innerasien aufgebrochenen Hunnen auf den Katalaunischen Feldern bei Chälons an der Marne in einer blutigen Schlacht vertrieben. Dabei hinterließen sie verbrannte Häuser und entvölkerte Landschaften als Spuren Ihrer Flucht. Die sich nun hier niederlassenden Alemannen fanden zerstörte Dörfer und verwahrloste Felder vor.
Die Stamp Mühle
Wer in Kirn den über die Nahe führenden "Kuckucksweg" (Schillersteg) überschreitet, kommt pfadaufwärts durch den Klingelrech zum Meckenbacher Weg, der hier neben der Nahe in     östlicher Richtung verläuft.
Südwärts erstreckte sich ehemals das Meckenbacher Wiesengelände, nach dem 2. Weltkrieg ist hier die Meckenbacher Siedlung (Siedlung über Nahe) entstanden, ein Stadtteil von Kirn mit heute über 2.500 Einwohnern.
Wandert man in östlicher Richtung weiter und überquert die Umgehungsstraße gelangt man auf die Hohl. Dort, wo der Weg eine scharfe Rechtskurve nach Süden. einschlägt, wird das vom Meckenbach einge-schnittene wiesenbeuferte Seitentälchen der Nahe sichtbar. Nach 30m Breite erweitert sich das Wiesentälchen langsam, es werden die ersten Häuser von Meckenbach sichtbar. Hier stand bis vor 200 Jahren die Stampmühle (Flurbezeichnung. Im Stamp).
Am Bach drehte sich ein oberschlächtiges Mühlenrad mit breiten Schaufeln. das über Zahnräder einen schweren vierkantigen Eichenstamm (Stamper oder Stampfer) in die Höhe beförderte. Mit Hilfe einer Auslösung wurden die Körner des in einem Vierkantbehälter gefüllten Kohls oder Raps zerquetscht. um das Öl freizugeben.
Die ausgestampften Reste (Ölkuchen) waren begehrtes Viehfutter. Der Stampmüller, ein Herr Becker, betrieb üblicherweise mit Familie nebenher noch eine kleine Landwirtschaft (Ackerbau. Viehzucht, Gemüseanbau), da die Ölgewinnung natürlich nicht das ganze Jahr Arbeit brachte. Auch ein Esel zur Sackbeförderung konnte sich von den saftigen Wiesen ernähren, daher die Flurbezeichnung  "Eselsheck" (= Grasplatz des Esels).
Der Meckenbacher Stampmüller führte auch eine einfache Schankstube. Bauern, die ihren Kohl oder Raps zur Mühle brachten oder vom Kirner Markt kamen, konnten hier Bier oder (Meckenbacher) Wein ausgeschenkt bekommen. Leider findet sich heute kein Mauerrest mehr, um Zeugnis über die Lage der Mühle abzugeben.
Das Wappen

Seit 1962 sind in den Kreisen Birkenfeld und Kreuznach über 100 Gemeindewappen entworfen und vom Ministerium genehmigt worden."Vater" der Wappenkunde (Heraldik) ist der die mittelalterlichen Ritterspiele leitende Herold. Die Ritter kämpften mit geschlossenem Visier und waren nur an ihrem Wappenschild zu erkennen. Die Geschichte der Heraldik beginnt bereits im 12. Jahrhundert und erreicht ihre Blütezeit etwa  von 1400 bis 1530. Im Meckenbacher Wappen zeigt die erste Bildhälfte ein silbernes Wolfseisen zwischen 6 silbernen  Sternen auf schwarzem Grund, in der zweiten Hälfte in Gold einen roten, blau bewehrten und bezungten Löwen. Sterne und Wolfseisen wurden einem alten Meckenbacher Gerichtssiegel aus dem Jahre 1698 entnommen (Rheingräfliche Akten, Staatsarchiv Koblenz, Abt, 36, Nr.2384). Der Löwe verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zur Wild- und Rheingrafschaft. Von altersher bis in die Zeit der Befreiungskriege war der Wolf in den schluchtenreichen und  waldigen Gebieten des Naheraums, besonders im Hunsrück, das menschengefährdende Wildtier.  In Notzeiten langer Kriegsjahre und harter Winter wurden Wolfsrudel zur schreckensvollen Landplage. Der Wolf war der Inbegriff tödlicher Feindschaft und erbarmungsloser Mordgier.  Viele   Rittergeschlechter, Städte und Gemeinden hiesiger Gegend tragen, sicher als Kennzeichen ihrer Heimat und als Ausdruck ihres Lebensmutes, die Wolfsangel oder das Wolfseisen als damaliges Fanggerät im Wappen.
(Aus: Albert Reidenbach, Jahrbuch des Hunsrück-Vereins 1972.)
Als 1814 die linksrheinischen Gebiete wieder unter deutsche Verwaltung gelangten, gaben die  Behörden strikte Anweisungen zur Wolfsbekämpfung. Die Wölfe waren in der langen Zeit der napoleonischen Kriege wieder eine Landplage geworden, sicherlich, weil sie sich ungestört vermehren konnten, ebenso wie die Wildschweine in und nach dem Weltkriege 1939 - 1945.
In Meckenbach erinnert heute noch die "Wolfskaul" am Steilhang neben der Bergschlucht an die damalige Wolfsgefahr.

Entstehung
Der Gemeinderat beauftragte am 20.10.1963 den Grafiker Brust, Kirn-Sulzbach, einen Entwurf für ein Gemeindewappen zu erarbeiten. In der Sitzung am 17.07.1964 nahm der Rat den vorgelegten Entwurf an.
Nach Zustimmung durch das Staatsarchiv erteilte das Ministerium des Innern in Mainz am 14.05.1965 die Genehmigung zur Führung eines eigenen Wappens.
Die Wildgrafen
Wildgraf Friedrich von Kyrburg
Die Bedeutung dieses um 1300 geborenen Wildgrafen geht weit über den Rahmen seines Geschlechtes hinaus. Sein ganzes Leben ist von Streit und Fehden geprägt Er kämpft gegen den mächtigen Erzbischof Balduin von Trier und schickt dem König von Frankreich eine Hilfstruppe zum Kampf gegen die Engländer.
Oktober 1337
Edelknecht Hermann zu Meckenbach wird Burgmann des Wildgrafen.
Für das vom Wildgrafen empfangene Lehen "Im Bruhle (Brühl) an der Mühle" (Wiesengrund zwischen Dorf und Mühle) zahlt er dem Wildgrafen jährlich 3 Pfund
April 1369
Der Wildgraf Friedrich von Kyrburg verstirbt und wird in der Kirche zu Flonheim beigesetzt.
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letzte Aktualisierung : 10.12.2019

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